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"I love you!"

Autor: JohannesFriedri | Datum: 03 Oktober 2013, 20:25 | 604 Kommentare

Eine Sache, die mich immer wieder aufheitert, sind die vielen kurzen Gespräche (auch Small-Talk genannt) auf der Straße, im Kombi, im Supermarkt, der Bar oder sonst wo. Meistens rufen mich Leute zu sich rüber oder quatschen mich ohne Vorwarnung voll.

Dabei ist es völlig unerheblich, wie viel Sinn die Worte der anderen Person ergeben. Im Gegenteil: Je weniger Inhalt, desto lustiger ist es meistens.

Eines Sonntagmorgens werde ich wie sooft auf dem Weg zur Kirche von einem jungen Mann angesprochen. "O ya ko kerekeng?" Gehst du zur Kirche? "Ee" Ja. Daraufhin sagt er mir, dass er bald in dieser Kirche heiraten wird, er wüsste bloß noch nicht wen. Deshalb bittet er mich um den Gefallen, ein schönes weißes Mädchen für ihn zu finden. Ich sage lachend: "Ja, kein Problem." Er gibt mir seine Handynummer, dass ich ihm auch ja Bescheid sage, falls ich fündig geworden bin. Interessentinnen können sich gerne über die Kommentarfunktion bei mir melden. (Ich freue mich aber auch über Kommentare von Nicht-Interessierten.)

Unangenehm ist mir ein solches Gespräch noch nie vorgekommen. Außer die Fahne des Gegenüber ist so groß, dass man das Einatmen einstellen muss. Nach Geld wurde ich bis jetzt nur ganz direkt gefragt, ohne einschleimendes Vorgespräch. Wenn ich dann verneine, verabschiedet man sich freundlich und es wird nicht doch nochmal gebettelt.

Auch Anmachen von Personen des weiblichen Geschlechts sind mir bis jetzt weitestgehend erspart geblieben. Aber heute passierte folgendes:
Ich gehe mit Mmoloki ins Internetcafe, damit er kurz was nachschauen kann. Ich leiste mir dann auch 15 Minuten, um meine Emails zu checken (Habe mittlerweile eigentlich auch einen Internetstick). Als es dann zum Zahlen geht, sagt mir das etwa gleichaltrige Mädel irgendwas auf Setswana, was ihre Freundinnen zum Kichern bringt. Sie spricht zu schnell, ich verstehe es nicht richtig. Sie übersetzt: "I love you!". Obwohl mir klar ist, dass das nicht  so ganz ernst gemeint ist, muss ich etwas perplex zwei Sekunden über meine Antwort nachdenken. Schließlich sage ich: "Das ist schön! Dann muss ich ja gar nicht bezahlen." Sie lässt mich allerdings nicht gehen, bevor ich die 30cent gezahlt habe. Das Geld ist ihr dann doch wichtiger als ich. So ist das halt im Leben...

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